Programm


Leonard Bernstein: Divertimento for Symphonic Band

Das "Divertimento for Symphonic Band" von Leonard Bernstein wurde am 25.09.1980 anlässlich des 100. Geburtstages des Boston Symphony Orchestra uraufgeführt. Es ist als eine Hommage an die Stadt Boston zu verstehen, in der Bernstein aufgewachsen ist. Das Werk besteht aus acht kurzen Sätzen, in denen eine Vielzahl von Stilen insbesondere der amerikanischen Popularmusik verarbeitet sind und die von einigen Solostellen durchzogen werden. Durch das gesamte Werk zieht sich die Tonfolge H - C (im Englischen B - C), was für "Boston Centenary" (Hundertjahrfeier) stehen soll .


Francis Poulenc: Konzert für zwei Klaviere

                                    Solisten: Prof. Hans-Peter Stenzl & Prof. Volker Stenzl

Das Konzert für zwei Klaviere in d-Moll von dem französischen Komponisten Francis Poulenc wird im Jahre 1932 in Venedig uraufgeführt. Es wird in Poulencs erste Kompositionsphase eingeordnet. Zu hören sind die unterschiedlichsten musikalischen Elemente, die wie Perlen einer Kette aneinandergereiht werden. So stehen Klänge, die an Prokofjew und Rachmaninow erinnern, neben anderen, die Assoziationen an das französische Varieté oder auch asiatische Musik hervorrufen. Der Komponist nimmt sich große Freiheiten insbesondere in Form und Klanggestaltung.

Poulenc selbst sagte, als Vorbild habe er beim Komponieren das Klavierkonzert in G-Dur von Ravel gesehen. Der zweite Satz ist als eine Hommage an Wolfgang Amadeus Mozart zu verstehen. Die Solisten werden die Professoren Hans-Peter und Volker Stenzl sein, die 2012 den Ruf auf die weltweit erste Professur für Kavierduo an der hmt Rostock erhielten.


Antonín Dvořák: Sinfonie Nr. 8

"... [Ich] arbeite an einer Sinfonie, die anders werden wird als alle, die ich bisher geschrieben habe.

Es finden sich dort ganz individuelle, in neuer Weise ausgearbeitete Gedanken..."

Die Sinfonie Nr. 8 von Dvořák, 1890 uraufgeführt, kann in vielerlei Hinsicht als ein Wandel in seinem

symphonischen Schaffen gesehen werden. In der "Englischen" zeigt sich, dass sich Dvořák vom Verständnis der klassischen Sinfonie in der Wiener Tradition und seinem Vorbild Brahms loslöst und neue musikalische Wege geht. Er durchbricht die klassische Form der Sinfonie, lässt melodische Konturen stärker in den Vordergrund treten und böhmische Volksweisen immer wieder durchschimmern.